Dysphagietherapie in der Palliativmedizin

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Ein Schwerpunkt der diesjährigen Tagung des Berufsverbandes für Logopäden war die Dysphagietherapie in der Palliativmedizin. Dabei standen Kostanpasung und ethische Fragestellungen im Mittelpunkt. Die nachfolgende Diskussion zeigte ein großes Interesse der Zuhörer und machte die zunehmende Wichtigkeit dieses Teilbereiches in der logopädischen Arbeit deutlich.

Zukünftig soll die Konsistenz der Nahrung in einer Skala von 1-10 internationalem Standard angepasst werden. So ist gewährleistet, dass alle an der Ernährung dysphagischer Patienten beteiligten Berufsgruppen in identischen Standards kommunizieren.

Vorgestellte Fallbeispiele zeigen, wie schwierig es ist, bei krankheitsbedingt kommunikationsgestörten Patienten eine Entscheidung bezügl. nicht oraler Ernährung zu finden. Eine Vorsorgevollmacht ist hilfreich, den Willen des Patienten umzusetzen. Anderenfalls sollte der mutmaßliche Patientenwunsch in einer Ethikkonferenz aus Ärzten, Pflegern, Angehörigen und Logopäden/innen ermittelt werden. Ethikkonferenzen sind bislang leider noch nicht flächendeckend installiert.

Der 47. dbl-Kongress hat vom 15. und 16. Juni in Bielefeld stattgefunden. Als teilnehmer interessierte sich der Warsteiner Logopäde Wolfgang Tisch unter anderm für die Themenbereiche  Kindersprache und Stimmtherapie. Die Teilnehmer nutzten die Zusammenkunft auch um während der Mitgliederversammlung wichtige Entscheidungen des Berufsverbandes zu treffen.

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